Dem Gast zur Last !
Während die Kurtaxeinnahmen mit siebenstelligen Zahlen beziffert werden, sinken die Ausgaben für die kulturellen Veranstaltungen, dem Gast zur Last, in den fünfstelligen Bereich.
So kommt es, dass Verkaufsveranstaltungen, die als „Weinfest“ deklariert werden und „Märkte“ mit Budencharakter die Szenerie des Prerower Veranstaltungsprogrammes dominieren. Da offensichtlich eigene Programmpunkte in nicht ausreichender Zahl vorhanden sind, werden zudem zahlreiche Hinweise für externe Ziele gegeben. Unsere Gäste werden auf diese Weise und mit solchen Angeboten schlicht fortgeschickt, wenn nicht gar abgeschreckt.
Ein neues und weiteres „Negativ-Beispiel“ dürfte die „Blockade für Wohnmobile“ auf dem Parkplatz 22 sein. Mit Mauern, wie man sie aus der Vergangenheit kennt, werden Gäste abgedrängt. Weder ist an dieser Stelle ein Beschluss für eine solche Handlung bekannt, noch entspricht es einer gleichartigen Handlungsweise im Amtsbereich. Über die Stärke der Geschmacklosigkeit möge sich jeder vor Ort oder auf dem hier eingestellten Bild im Klaren werden.
Wer mit einer „Mauer“ die Gäste (nicht) empfängt, externe Ziele für Veranstaltungen im eigenen, lokalen Programm anführt, Verkaufsveranstaltungen „kulturelle Veranstaltungen“ nennt und das Budget für kulturelle Veranstaltungen rigoros kürzt (Darß Classics wird dabei auch ohne Beschluss geopfert), der muss sich nicht wundern, wenn die Gäste andere Orte aufsuchen oder das Klintel wechselt.
Prerow hat - neben vielen Buden - bald wirklich nur noch Strand – und der wird auch schon weniger – genau dort, wo der Hafen hätte gebaut werden können!
H.-J. Schumann


