Leserbrief Kristina Fischer
Prerow wurde wieder mal von einer Handvoll Leuten verraten!
Nach dem Verlust der Therme ist mit dem Schreiben an den Wirtschaftsminister auch ein neuer Etappenhafen für Prerow in der letzten Gemeindevertretersitzung verloren gegangen. Eine Befragung der Einwohner, ob sie das mehrheitlich so wollen, wurde abgelehnt.
Wie geht es jetzt wohl mit Prerow weiter? Ist das Bauen von noch mehr Ferienwohnungen und Häusern unser Ziel?
Unverständlich ist auch der Beschluss, fast alle Straßen zu Spielstraßen mit Schrittgeschwindigkeit zu machen. Hat sich die jetzige Verkehrsführung wirklich so schlecht bewährt, dass man alles ändern muss.
Ich sehe viel größere Probleme. Mir fällt das vernachlässigte Ortsbild auf, mich stört das wenig ansprechende Kulturprogramm im neuen Kulturkaten. Ich finde es traurig, dass sich keine Infrastruktur entwickelt und anscheinend nur private Interessen den Vorrang haben.
Wie wollen wir unsere Gäste halten? Soll so eine Verlängerung der Vor- und Nachsaison
verwirklicht werden, wenn jeder Fortschritt gebremst wird? Mit einem Sole-Thermalbad und einem Hafen hätte unser Ort gute Chancen und eine Perspektive für alle Bürger gehabt.
Wurde in der Gemeindevertretersitzung die Wahl der Ausschüsse wirklich verschoben, weil bis zum Inkrafttreten des Urteils des Verwaltungsgerichts noch drei Tage fehlten? Die Kommunalaufsicht hatte schon vor Monaten Neuwahlen angemahnt. Nach meiner Meinung wäre es ehrlicher gewesen, die Abwesenheit von zwei Gemeindevertretern und damit die unproportionale Verschiebung des voraussichtlichen Wahlergebnisses zu Gunsten von „Rettet Prerow“, als Grund zu benennen.
Ich bin mir nicht sicher, ob dass alles nur im Interesse des Ortes Prerow geschieht.
Kristina Fischer
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