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Rückkehr der Darßbahn



Aufgrund der alleinigen Initiative der Wählergruppe "Rettet Prerow" lud der Bürgermeister zu einem Treffen der Gemeindevertreter mit dem Geschäftsführer der UBB in Prerow ein. Diese "Feinheiten" der Einladung verschweigen Herr Lohmeyer und Herr Dr. Günther in einem öffentlichen Beitrag zu dem Thema.

Das Resultat des Treffens könnte, wenn nicht anders bekannt gegeben, z.B. auf einer Sitzung der Gemeindevertreter erfragt werden.

Das Thema "Schiene" wurde in der letzten Wahlperiode ausschliesslich und ebenfalls exklusiv von unserer Wählergruppe aufgenommen und mit viel Aufwand verfolgt. Andere Kommunen und auch der Tourismusverband hatten zu der Zeit die Aktivitäten eingestellt und damit das Thema praktisch aufgegeben, auch wenn sie heute andere Beteuerungen tätigen (denken Sie bitte an den Strassenüberbau des Schienendammes in Zingst in den 90er Jahren). Auch aufgrund unserer Aktivität kaufte die UBB der DB ganze Streckenabschnitte auf dem Weg zum Darß ab. Mit Bedauern mussten wir innerhalb der letzten 12 Monate feststellen,dass das Thema von der Mehrheit der Gemeindevertreter vernachlässigt wurde.

Wir möchten weiterhin die Rückkehr der Schiene auf den Darß verfolgen und wissen grosse Bevölkerungsteile dafür hinter uns. Auch wenn die Landesregierung mit in Auftrag gegebenen Gutachten die Schiene für nicht wirtschaftlich hinstellte, ergab ein Widerspruch des Landrates von NVP eine Korrektur des Gutachtens mit geänderten Aussagen.


Den aktuellen Stand wollen wir nun wissen. Deshalb erfolgte ein Vorstoss des Fraktionsvorsitzenden Herrn R. Roloff mit dem Ziel, unseren Wissensstand zu diesem Thema zu aktualisieren und daraus Schlüsse für die zukünftigen Handlungen zu ziehen. Aus dieser Aktivität erfolgte die Formsache der Einladung des Bürgermeisters.


Nach dem Verlust eines Sole-Thermalbades und wahrscheinlich auch des Hafens in der Gemarkung Prerow, wäre der Verlust einer rückkehrenden Schiene eine weitere Schlappe, unsere Gemeinde zukunftsfähig zu stellen. Was würden wohl die früheren, visionären Köpfe unserer Gemeinde zu einem solchen Verhalten sagen? Diese schalteten den Ort von der sich wandelnden Seefahrt und der Fischerei auf den Tourismus um. Es entstanden Gebäude direkt in den Dünen, Übergänge des Prerow Stroms, Entwicklungen direkt an der See. Übertragen und werten Sie doch einmal diese Änderungen auf die momentan wirkende Gemeindevertretung!


Um Ihnen den Werdegang der ins Haus stehenden Belebung des Themas Schiene zu verdeutlichen, sehen Sie den von Herrn R. Roloff kreierten Schriftverkehr, der eine sofortige Antwort des Bürgermeisters erzeugte. „Es muss sofort eingeladen werden, egal ob die Gemeindevertreter können oder nicht. Die von Ihnen geforderte Sitzung berufe ich nicht ein, denn Ihre Forderung nach Einladung ist erfüllt.“


Unsere Wählergruppe sieht die Wichtigkeit des Themas Schiene bestätigt und wird Informationen erhalten. Sie fragt sich aber, ob der Bürgermeister keine Sitzungen der Gemeinde mag?


H.-J. Schumann


2 Anlagen (Schriftverkehr)

 

 

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Anlage 1



R. Roloff 01.07.10

Fraktionsvorsitzender

Wählergruppe „Rettet Prerow“

Schulstr.

18375 Ostseebad Prerow




Gemeinde Ostseebad Prerow

Bürgermeister

Herr A. Meller

über Amt Darß / Fischland

Chausseestr. 68a

18375 Born




Antrag auf Einberufung einer Sitzung der Gemeindevertreter




Sehr geehrter Herr Meller,


Hiermit beantrage ich nach §29 (2) KV M-V im Namen meiner Fraktion „Rettet Prerow“ die unverzügliche Einberufung einer Sitzung der Gemeindevertreter.


Beratungsgegenstand ist die beigefügte Beschlussvorlage.



Mit freundlichen Grüssen


gez. R. Roloff


Fraktionsvorsitzender

Rettet Prerow


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Anlage 2

Gemeindevertreter 1.7.2010

Renè Roloff

Lange Str. 30

18375 Prerow



Beschlussvorlage zur Behandlung in der nächsten Gemeindevertretersitzung des Ostseebades Prerow


öffentlich



Thema

Rückkehr der Schiene auf den Darß (Darßbahn)

 

Begründung


Vor dem Hintergrund der aktuellen Überlegungen der Landesregierung zur Darßbahn (siehe auch OZ-Bericht v. 30.6.2010) besteht die Notwendigkeit diese Beschlussvorlage vor der erst für den 12. August angekündigten nächsten Gemeindevertretersitzung zu beraten.


Für die Rückkehr der Schiene auf den Darß wurden bis zum Sommer 2009 seitens der Gemeinde Prerow erhebliche Anstrengungen unternommen. Den Protokollen späterer außergemeindlicher Veranstaltungen konnten keine Beiträge der Prerower Vertreter entnommen werden.

Bis heute ist den Gemeindevertretern unserer Fraktion lediglich bekannt, dass ein von der Landesregierung in Auftrag gegebenes Gutachten u.a. von Investitionen ausging, die in dem angesetzten Rahmen vielleicht nicht erforderlich sind, die aber die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens negativ darstellen.

Die Gutachtenlage hat sich, soweit unsere Informationen, nach einem Widerspruch des Landrates von Nordvorpommern verändert. Einzelheiten dazu kennt unsere Fraktion nicht.


Wenn die Gemeinde Ostseebad Prerow an der Realisierung dieses Projektes interessiert ist, muss sie sich über die aktuelle Situation informieren und aktiv in den Prozeß für eine Darßbahn einbringen.

Dafür ist eine Unterrichtung der Gemeindevertretung aus erster Hand notwendig. Der Betreiber / Träger der Schienenverbindung ist aus diesem Grunde zu einem Gespräch einzuladen.

Inhalt dieses Gespräches sollte die Vorstellung des Sachstandes auf der Basis des korrigierten Gutachtens sein.

Anhand von Beispielen in Niedersachsen und Brandenburg lassen sich Modelle für die Finanzierung einer Streckenreaktivierung unter Nutzung vorhandener Fördermittel der EU aufzeigen. Nach Feststellung der Sachlage wären diese vielleicht auf die Darßbahn übertragbar.

 

Beschlussvorschlag

Die Gemeindevertretung des Ostseebades Prerow beauftragt den Bürgermeister den Geschäftsführer (oder Vertreter) der UBB kurzfristig zu einem Gespräch mit der gesamten Gemeindevertretung nach Prerow einzuladen. Bei dem Gespräch soll der aktuelle Sachstand zur Darßbahn dargestellt werden. Ziel ist es, Klarheit für die weitere Vorgehensweise zu erhalten.